GlassFish setzt auf OSGi

Überraschend habe ich heute auf der Aquarium-Seite den Link zu Jerome's Blogeintrag gefunden. Demnach wird GlassFishs kommende Version v3 auf OSGi basieren. Das ist insofern überraschend, als SUN einen eigenen Standardisierungs-Request (JSR-277) gestartet hat, der ein Modulsystem schaffen sollte. Dieser Java Specification Request war von Anfang an umstritten. Die Notwendigkeit für ein Modulsystem selbst war und ist dabei in der Java-Community unstrittig. Allerdings wurde dieser JSR stets als ein Gegenentwurf zu OSGi betrachtet.

Ob die Entscheidung, für GlassFish einen OSGi-Kern zu nutzen und nicht mehr auf HK2 zu setzen, einen generellen Richtungswechsel SUNs und möglicherweise das Aus für JSR-277 bedeutet, bleibt abzuwarten. Für GlassFish bedeutet diese Entscheidung jedenfalls, dass Entwickler, die für GlassFish Module entwickeln wollen, keine eigene Technologie lernen müssen, sondern vorhandenes Wissen nutzen können. Und anders rum können sie dadurch ihr bei GlassFish erworbenes Wissen bruchlos in anderen Projekten nutzen.

Da SUN auch angekündigt hat, die OSGi-Implementierung, die die Basis von GlassFish bilden wird, aktiv zu unterstützen, wird auch das Open Source-Projekt, das hier zum Zuge kommt, von diesem Schritt SUNs profitieren.

Kurzum ein zwar überraschender dafür aber umso willkommenerer Schritt von SUN.



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