asadmin - Einführung

asadmin ist in GlassFish das zentrale Kommandozeilentool zur Administration, das verschiedene Kommandos verarbeiten kann. In dieser Serie von Blogeinträgen zum Thema werden jeweils einzelne dieser Kommandos vorgestellt. Dabei will ich nicht die Dokumentation ersetzen, sondern hier v.a. das Zusammenspiel von Kommandos sowie deren Besonderheiten und versteckte Möglichkeiten behandeln.

Für den Administrator gibt es drei Möglichkeiten, GlassFish zu verwalten. Die zunächst bequemste ist die webbasierte Administrationskonsole. Allerdings ist deren Einsatz mit Problemen verbunden. Vielfach müssen Administrationsaufgaben per Skript erledigt oder Informationen textbasiert ausgewertet werden. Dazu ist eine Weboberfläche nicht geeignet.

Die zweite Möglichkeit ist die Nutzung der Java Management Extensions (JMX) bzw. deren spezielle GlassFish-Erweiterung AMX. JMX wird tatsächlich sowohl von der webbasierten Adminkonsole als auch von asadmin genutzt. Aber auch JMX ist nur bedingt Skript-geeignet, auch wenn Groovy hier die Möglichkeiten von JMX leichter zugänglich macht. Letztlich ist JMX am besten mittels spezieller Tools (bspw. jconsole) nutzbar.

Die dritte Möglichkeit ist das Kommandozeilentool asadmin. Dieses Tool ist in meinen Augen eine besondere Stärke von GlassFish und mit der Zeit zu meinem Lieblingsadministrationstool geworden. In weiteren Blog-Einträgen werde ich einzelne Kommandos vorstellen, in diesem beschreibe ich kurz den generellen Umgang mit asadmin.

Zunächst einmal muss man wissen, dass asadmin ein Skript ist. Unter Unix-artigen Betriebssystemen (m.W. werden Linux, Solaris, Mac OS X und AIX unterstützt) ist asadmin ein Shellskript, unter Windows heißt das Skript asadmin.bat und ist ein Batchskript. asadmin startet letzlich immer einen Java-Prozess.

asadmin kann man im interaktiven Modus nutzen oder im Skriptmodus. Im ersten Fall ruft man die asadmin-Konsole einfach mit "asadmin" auf. Diese kann man mit "exit" jederzeit wieder verlassen. "help" listet alle verfügbaren Kommandos auf, die asadmin verarbeiten kann (wie bei "more" kann man Return blättern). Die interaktive asadmin-Konsole verfügt aber nicht über den Komfort einer Shell und wird von mir daher nicht genutzt.

Im Skriptmodus ruft man asadmin direkt mit einem Kommando aus, das ausgeführt werden soll, plus all der Parameter, die das auszuführende Kommando benötigt. Ein asadmin-Kommando ist also nicht "asadmin" selbst sondern bspw. "list", ein Kommando, das von asadmin verstanden wird.

Der allgemeine Aufbau sieht dabei wie folgt aus:

asadmin Kommando [--param1 paramValue(s)] [--param2 paramValue(s)] [target|name|path|...]

Ein Beispiel wäre

asadmin list "server.*"

In dieser Blogeintrags-Serie werde ich nach und nach asadmin-Kommandos vorstellen. Allerdings nicht so sehr die Parameter im Detail - dazu gibt es eine sehr gute Übersicht bei SUN - sondern vielmehr die Besonderheiten der Kommandos, deren Zusammenspiel und evtl. auch mal Nickeligkeiten.

Alle Kommandos nehmen zudem immer folgende Parameter an, die bei Entwicklerprofilen allerdings nur in Ausnahmefällen angegeben werden müssen:

ParameterBedeutung
--hostDie Maschine, auf der der Domain Administration Server läuft.
--portDer Port, auf dem der Domain Administration Server lauscht.
--userDer Adminnutzer.
--passwordfileDer Pfad auf die Datei, die die Passworthashes enthält.

Die einzelnen Kommandos stelle ich demnächst in weiteren Blogeinträgen vor.




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